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Die Versuche in Uffeln einen Schützenverein zu gründen liegen bereits einige Jahre vor dem Jahr 1889, doch wurde die erforderliche Genehmigung von den Aufsichtsbehörden versagt.

Erst im Jahr 1889 war es dann soweit, aber mehr zum Vorteil der Behörden, die damit erreichten, das eine bevorstehende Kaiserparade auch von dem Uffel`ner besucht wurde.

Schützenjacken wurden zum Preis von 2,50 Reichsmark angeschafft. Wilhelm Rasche wurde als Leiter des Vereins gewählt, und blieb dann acht Jahre Kommandeur. Ein großer finanzieller Aufwand war für jeden Schützenbruder das Übungsschießen. Der Verein besaß kein Gewehr, deshalb ließ man einmal die Woche einen Waffenbesitzer namens Stemmer kommen, der für jeden Schuß mit seinem Vorderladergewehr, einen Betrag von 10 Pfennig verlangte.

Die erste vereinseigene Waffe war ein Infanteriegewähr 71, geschossen wurde auf eine 12-Ring-Holzscheibe, die einzelnen Schüsse mit Holzpflocken markiert und anschließend dem Besten, und damit dem König, mit Musikzug nach Haus gebracht und am Hause montiert.

Es wurde nunmehr auch erforderlich einen Scheibenstand zu bauen. Mangels finanzieller Masse wurde ein Provisorium am Sichtepühl in der Mergelkuhle errichtet. Dieser Stand fand jedoch nicht lange das Wohlwollen der Behörden. Ein zweiter Versuch wurde gestartet: auf dem Buhn in der Mergelkuhle von Heinrich Schrader. Auch hier war kein idealer Ort gewählt worden, die Straße zum Buhn wurde ausgebaut und der Stand polizeilich gesperrt.

Aller guten Dinge sind drei, so sagten sich wohl auch schon unsrere "ALTVÖRDERSTEN". Welch gute Nase sie bei der Wahl hatten, ist heute im Harksiek zu sehen.

Undenkbar ist natürlich ein Schützenverein ohne Schützenfest. Das erste Schützenfest wurde am 30. September 1889 auf dem Hof Meierbröcker Nr. 3 gefeiert. Ein Zelt konnte man sich nicht erlauben, einen Saal gab es nicht, so wurde in schöner alter Dorfgemeinschaft reihum auf den großen Höfen gefeiert. Wenn man den Anekdoten glauben schenken darf, wurden die auf den Höfen ja in großer Zahl vorhandenen Ställe auch dann und wann in Arrestlokale umfunktioniert. 

Erst zum 25-jährigen Jubiläum wurde ein Festzelt angemietet und auf dem Hof Rosemeier Nr. 16, neben der ehemaligen Gaststätte Heilemeier, aufgebaut. An dieser Veranstaltung nahmen die Vereine aus Vlotho, Bonneberg, Vennebeckerbruch, Veltheim, Holzhausen und Babbenhausen teil.

Das 50. Jubiläumsfest wurde 1939 gefeiert. Es sollte für die nächsten 16 Jahre auch das letzte Fest gewesen sein.

Erst nachdem zufällig die Vereinsfahne auf dem Boden der Gastwirtschaft Heilemeier entdeckt wurde, entsannen sich die Schützenbrüder an das Zusammenhörigkeitsgefühl und die Tradition. Moritz Diekmann als bewährter Kommandeur wurde natürlich sofort als Vereinsvorsitzender gewählt.

Die neue Zeit eilte nun unaufhaltsam davon. Spielten vorher die wackeren "HANNEMANN und DANNEMANN" zum Tanz, unter anderem auch die berühmten "ACHTTOURIGEN" wurden ab den 60-er Jahren die Dortmunder "ZOLLERN" verpflichtet.

Der Festplatz wurde vom alten- zum neuen Sportplatz verlegt und im Jahre 1958 die erste Vereinssatzung im Vereinsregister eingetragen.

Die sechziger Jahre ergaben auch in der Vereinsspitze Änderungen. Moritz Diekmann trat nach 27 Jahren 1961 als Vorsitzender zurück und wurde auf Grund seiner Verdienste zum EHRENOBERST ernannt. Nachfolger wurde ein bewährter Schützenbruder, Wilhelm Kohlstädt.

Nachzutragen sei noch, das auch zu damaliger Zeit Nachwuchsprobleme auftauchten. Im Jahre 1957 wurde die Jugengruppe gebildet und im Jahre 1958 der erste Jungschützenkönig ermittelt.

1958/59   Willi Ulrich,    1959/60   Hans Sellmann,    1960/61 Dieter Klocke,    1961/62   Hans Krögermeier


1889  --  1897  Wilhelm Rasche   

1897  --  1906  Friedrich Schrader                   

1906  --  1934  Moritz Rosemeier                        

1934  --  1961  Moritz Diekmann

1961  --  1965  Wilhelm Kohlstädt

1965  --  1968  Heinrich Büsching

1968  --  1972  Walter Schwake

1972  --  1983  Fritz Giesel

1983  --  1991  Bringfried Ganzelewski

1991  --  2007  H.J. Rinne

ab 2007           Karl-Wilhelm Beckmann


1889  --  1897  Wilhelm Rasche

1897  --  1906  Friedrich Schrader

1906  --  1934  Moritz Rosemeier

1934  --  1961  Moritz Diekmann

1961  --  1970  Wilhelm Kohlstädt

1970  --  1978  Friedrich Schwarze

1978  --  1988  Horst-Friedrich Rasche

1988  --  1997  Manfred Kohlstädt

ab 1997            Reinhard Stock

                                                                              







 
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